10. Februar 2020

Lärmschutzwände: Schweizer Studie bescheinigt Holz die bessere Ökobilanz

Welches Ausfachungsmaterial für Lärmschutzwände weist die besser Ökobilanz auf: Holz oder Lavabeton? Das wollten das Schweizer Bundesamt für Strassen ASTRA und Lignum, der Verband der Schweizer Wald und Holzwirtschaft, wissen und gaben hierzu eine Studie in Auftrag. Im Fokus der Analyse stand die Ökobilanz des gesamten Lebenszyklus von 3 x 4 Meter großen Ausfachungselementen für Lärmschutzwände aus druckimprägniertem Holz bzw. armiertem Lavabeton bei einer Lebensdauer von mindestens 30 Jahren. Das Ergebnis: Mit der Holzvariante fällt die CO2- und die Energiebilanz deutlich besser aus.

Zentrale Ergebnisse

Treibhausgas (GWP): Bei den Treibhausgas-Emissionen sind Lärmschutzwände aus Holz über den gesamten Lebenszyklus um 80 Prozent besser als Lärmschutzwände aus Lavabeton. Die Einsparungen pro Kilometer liegen gemäß Studie bei 180 Tonnen CO2-Äquivalenten. Der Speicher im verbauten Holz pro Kilometer erreicht 150 Tonnen CO2-Äquivalente. Zusammen entspricht das rund 40 Erdumrundungen mit einem durchschnittlichen Personenwagen.

Primärenergie (PE): Hinsichtlich Energie sind Lärmschutzwände aus Holz über den gesamten Lebenszyklus um 73 Prozent besser als Lärmschutzwände aus Lavabeton. Die Einsparung nicht erneuerbarer Energie (Graue Energie) pro Kilometer liegt bei 620903 kWh/km, die Speicherung erneuerbarer Energie im Holz pro Kilometer beläuft sich auf 455924 kWh/km.

Wird zusätzlich das Recyclingpotential von Holz berücksichtigt, sind Lärmschutzwände aus Holz über den gesamten Lebenszyklus um 110 Prozent besser als Lärmschutzwände aus Lavabeton. Denn die mögliche Substitution von nicht erneuerbarer Energie bei der Energierückgewinnung aus Holz beträgt zusätzlich 319028 kWh/km. Zum Vergleich: Mit den 939931 kWh aus Einsparungen und Rückgewinnung pro Kilometer könnte ein Zug 47mal von Genf nach Rorschach fahren.

Die im September 2019 veröffentlichte Studie kommt hinsichtlich des Treibhauspotenzials zu dem Schluss, dass „die Unterschiede zwischen den Varianten derart groß sind, dass die Holzvariante im Vergleich zur Betonvariante deutlich günstiger abschneidet.“

Die komplette vom Büro Frank Werner Umwelt & Entwicklung in Zürich erstellte Studie steht hier zum Download zur Verfügung

 

 

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