Forschung-Aktuell

EU-Bekanntmachung: Handreichung zur Standardisierung

Die EU-Kommission hat eine Handreichung für Forschende zur Standardisierung veröffentlicht. Sie informiert in komprimierter Form über die Bedeutung von Standards, die Vorbereitung, Entwicklung und Evaluierung entsprechender Prozesse und gibt Hinweise zu erfolgreich abgeschlossenen Standardisierungsprojekten aus den bisherigen EU-Forschungsrahmenprogrammen

Derzeit wird von den europäischen Standardisierungsorganisationen CEN, CENELEC und ETSI an der Standardisierungsstrategie für 2020 gearbeitet, die 2014 in Kraft treten soll.

Weitere Informationen dazu:

Standards- a practical guide for researchers:
http://www.kowi.de/desktopdefault.aspx/tabid-48/

Über CEN-CENELEC:
http://www.cencenelec.eu/aboutus/Pages/default.aspx

CEN-CENELEC Research helpdesk:
http://www.cencenelec.eu/research/ResearchHelpdesk/Pages/default.aspx

Beispiele erfolgreicher Standardisierung in FP7:
http://www.cencenelec.eu/research/FP7/fp7areas/Pages/default.aspx

Strategic objectives for the European standardization system to 2020:
ftp://ftp.cencenelec.eu/EN/News/SectorNews/2013/DraftStrategy2020_PublicConsultation.pdf

Kommissionsmitteilung: Eine strategische Vision der europäischen Normung: Weitere Schritte zur Stärkung und Beschleunigung des nachhaltigen Wachstums der europäischen Wirtschaft bis zum Jahr 2020
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2011:0311:FIN:DE:PDF

Quelle: KOWI, Koordinierungsstelle EU der Wissenschaftsorganisation (5/2013)
Referenz: Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung und Innovation

Der Europäische Forschungsraum

Timber Construction Europe im europäischen Forschungsraum

Der Raum, in dem Forschung und Innovation in Europa zum Tragen kommt, hat sich mittlerweile bedeutend ausgeweitet. Die Europäische Union verfolgt mit der Strategie „Europa 2020“ und der Leitinitiative „Innovationsunion“ das Ziel, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Wirtschaftsraums einen „Europäischen Forschungsraum“ (ERA - European Research Area) zu verwirklichen. Dieser ist geprägt durch eine Zusammenarbeit, in der nationale Forschungsprogramme, transnationale Forschungsinitiativen und das europäische Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ eine in sich abgestimmte Gesamtwirkung entfalten.

Strategische Prioritäten

Die Forschungsaktivitäten im europäischen Forschungsraum verfolgen als strategische Prioritäten intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum. Mit ihm ist die Erreichung von fünf Kernzielen verknüpft, zu denen unter andere die Verwirklichung der "20-20-20-Ziele" bis zum Jahr 2020 gehören:

  • Reduktion der Treibhausgasemission um mindestens 20 %
  • Energieeffizienzsteigerung um 20 %
  • Anteil der erneuerbaren Energien von 20 % am Gesamtenergieverbrauch 

Umsetzung von sieben Leitinitiativen

Die Umsetzung der Zielstellungen erfolgt im Rahmen von sieben Leitinitiativen, sogenannten Flagships, von denen insbesondere die Initiativen 
 

  • ressourcenschonendes Europa,
  • Industriepolitik im Zeitalter der Globalisierung,
  • Agenda für neue Kompetenzen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten und Innovationsunion

einen besonderen Bezug zu den Leistungsbereichen des europäischen Holzbaus aufweisen. 

Timber Construction Europe ist davon überzeugt, dass Fördermöglichkeiten von Forschung und Innovation im europäischen Forschungsraum einen wichtigen Beitrag dazu leisten können, Kompetenz, Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Holzbaubetriebe entscheidend zu steigern. 

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten bietet Timber Construction Europe ihren Mitgliedern, den dazugehörigen Unternehmen sowie weiteren interessierten Partner  und Einrichtungen der Wissenschaft eine Hilfestellung für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich des Holzbaus.  

Unser Helpdesk informiert Sie über die verschiedenen Möglichkeiten der Unterstützung.

Programme

Eropäische Programme

"HORIZON 2020" am Start

"Horizon 2020", das 8. Europäische Forschungsrahmenprogramm, wird im Zeitraum von 2014 bis 2020 maßgeblich Forschung und Innovation auf europäischer Ebene bestimmen. Im Jahr 2013 sind die Weichen gestellt worden, das Programm mit einem Budget von über 78 Mrd. Euro auf den Weg zu bringen.

Erste Programmaufrufe bereits in 2013

Für einen termingerechten Start von Horizon 2020 hat die Europäische Kommission bereits im IV. Quartal 2013 Entwürfe der ersten Staffel von Programmaufrufen vorbereitet. In einer Informationsveranstaltung am 15. November 2013 am Münchener Flughafen informierte die Forest-based Sector Technology Platform (FTP) über den bis dahin bekannten Programmrahmen mit thematischen Bezug zum Forst-Holz-Papier-Sektor. 

Erstes Arbeitsprogramm gestartet

Die Europäische Kommission hat am 11. Dezember 2013 die ersten Programmaufrufe (Calls) zum Arbeitsproigramm 2014/2015 veröffentlicht. Die häufg zweistufig angelegten Calls verlangen von Forschungsinteressierten aufgrund enger Zeitfenster einen frühzeitigen Einstieg in die Antragsvorbereitung und Konsortialbildung mit europäischen Forschungspartnern. Die Europäische Vereinigung des Holzbaus bietet hierzu bereits optimale Ausgangsbedingungen zur schnellen und gezielten Themenverfolgung. Aufgrund ihrer länderübergreifenden Organisationsform kann sie der mit wenigen Ausnahmen geltenden Forderung nach Einbindung von drei verschiedenen Partnern aus mindestens drei europäischen Staaten von vorneherein gerecht werden.   

Große Fördermöglichkeiten für Holz und Holzbau

In der ersten Programmstufe von "Horizon 2020" 2014/2015 werden in den kommenden beiden Jahren auch für den baunahen Bereich bedeutende Fördermöglichkeiten eröffnet. Sie berühren die großen Herausforderungen bei der Verwirklichung der Energie- und Ressourceneffizienz wie auch die Weiterentwicklung von handwerklichen und industriellen Kompetenzen Bau ausführender Unternehmen.  

Weiterführende Informationen

Grundlegende Informationen über Horizon 2020 finden sich unter http://ec.europa.eu/research/participants/portal/

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, über nationale Beratungs- und Kontaktstellen Informationen zum europäischen Programmangebot zu beziehen. 

Für unmittelbar weiterführende Auskünfte zur Verfolgung von Forschungs- und Innovationsperspektiven im Rahmen von Horizon 2020 steht Interessenten die Geschäftstselle von Timber Construction Europe gerne zur Verfügung.

Helpdesk

Antragsteller stehen bei der Verfolgung von Forschungsanliegen im Einzelfall vor großen Herausforderungen

  •  Eigenengagement
    Personelle, finanzielle und zeitliche Kapazitäten
  • Unzureichende Transparenz der Fördermöglichkeiten
    Programme / Einzelthemen
  • Suche nach Kooperationspartnern
    Finanzierungspartner / Projektpartner / wissenschaftliche Einrichtungen
  • Antragsverfahren
    Einhaltung formaler Vorgaben / Richtlinien / hoher terminlicher Zeitdruck
  • Formulieren von Anträgen
    Sprachbarriere /  Inhaltlicher Bezug / Erfüllung inhaltlicher Vorgaben
  • Forschungsbegleitung
    Projektkoordination, Projektmanagement, Projektadministration

 

Das Genereralsekretatriat von Timber Construction Europe steht ihren Mitgliedern in der Verfolgung von Forschungsanliegen zur Seite durch 

  • Unterstützung strategischer Forschungspolitik
  • Mitgestaltung europäischer / transnationaler Forschungsprogramme
  • Vernetzung europäischer Forschungsinteressen
  • Information über Fördermöglichkeiten
  • Anbahnung von Forschungsprojekten
  • Aufbau und Erweiterung von Forschungsnetzwerken
  • Positionierung Forschung (Forschungsvision)

 

Kontakt

Manfred Filippi
European R&D Manager
Forest-based Sector Technology Platform / German National Support Group
c/o Holzbau Deutschland-Institut
Kronenstraße 55 - 58
10117 Berlin
Phone +49 (0) 30 20314-520
Phone +49 (0) 2244 9278920 (Home-Office)
Mobile +49 (0) 162 100 4203
manfred.filippi(at)forestplatform.de

Termine

Erste Programmaufrufe unter "Horizon 2020"

Nach intensiven Vorbereitungen des 8. EU-Forschungsrahmenprogramms steht der Start der Programmmaßnahmen unmittelbar bevor.

Die EU-Kommission hat mit der Veröffentlichung der ersten Programmaufrufe am 11.12.2013 das Tor für erste Antragstellungen weit geöffnet.

Als zentrales Informationsportal für alle Forschungsinteressierten steht hierfür das sogenannte Participant Portal zur Verfügung, in dem alle Informationen und Serviceleistungen zu Programmausschreibungen und Antragstellungen an einem zentralen Ort vorgehalten werden. 

Nach einer Registrierung auf der Einghangsseite kann das Portal in seinem vollen Leistungsumfang genutzt werden. Der Zugang erfolgt durch Anklicken des nachstehenden Links:

http://ec.europa.eu/research/participants/portal/page/home

Im nächsten Schritt wird von potenziellen Antragstellern gefordert, sich eingehend mit den Förderthemen auseinander zu setzen.

Unter dem Reiter "Funding Opportunities" finden sich alle Einzelthemen (Topics) des zweijährigen Arbeitsgprogramms. Eine Suchfunktion erleichertert die Schnellsuche nach nach einem bestimmten Thema. Das jeweilige Suchergebnis liefert nicht nur inhaltliche Informationen zum jeweiligen Thema, sondern führt auch technische Förderaspekte und Terminsetzungen für die Einreichungen von Projektanträgen auf. 

Da Termine nicht einheitlich vorgegeben sind, sondern auf das jeweilige Einzelthema abgestellt sind, ist es wichtig, die Vorgaben zu den Förderthemen genau zu beachten.