Für eine praxisgerechte Umsetzung der Bauproduktenverordnung!

Die Verordnung (EU) Nr. 305/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2011 zur Festlegung harmonisierter Bedingungen für die Vermarktung von Bauprodukten (EU-BauPVO) wurde am 4. April 2011 im EU-Amtsblatt bekanntgemacht. Sie hat am 1. Juli 2013 die Bauproduktenrichtlinie aus dem Jahr 1988 vollständig abgelöst.

Inhaltlich geht es nach wie vor um die Beseitigung von Handelshemmnissen im Binnenmarkt. Dabei bleibt es bei der Besonderheit der mitgliedstaatlichen Zuständigkeit für die sich aus dem Bauwerk ergebenden Anforderungen an Bauprodukte. EU-rechtlich werden nur die Verfahren des Nachweises, dass ein Bauprodukt diese Anforderungen auch erfüllt, vereinheitlicht. Dies geschieht in harmonisierten technischen Normen oder durch einzelproduktbezogene technische Bewertungen, die ein Hersteller bei den von den Mitgliedstaaten eingerichteten Technischen Bewertungsstellen beantragen kann. Anschließend ist er befugt und verpflichtet, die CE-Kennzeichnung aufzubringen und genau anzugeben, welches Anforderungsniveau das jeweilige Produkt in Bezug auf bestimmte Merkmale erreicht.

Die Pflichten der Wirtschaftsakteure (Hersteller, Händler und Verarbeiter) wurden konkretisiert, um zu gewährleisten, dass die vermarkteten Bauprodukte der Verordnung entsprechen. Kleinstunternehmen können vereinfachte Verfahren zum Nachweis der Konformität und Gleichwertigkeit ihrer Produkte anwenden.

Timber Construction Europe engagiert sich für eine praxisgerechte Umsetzung der BauPVO, d.h. es muss gewährleistet sein, dass klein- und mittelständische Unternehmen des Holzbaus im Sinne der Verordnung im europäischen Markt agieren können und dabei verbrauchergerecht die Anforderungen der BauPVO unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfüllen können.

 

 

 

 

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