16. März 2021

Ressourceneffizient handeln – Kalamitätsholz konstruktiv nutzen: Timber Construction Europe setzt sich für einen ressourcenschonenden Umgang mit Holz ein (dt./engl.)

Timber Construction Europe setzt sich für einen ressourcenschonenden Umgang mit Holz ein „Der Rohstoff Holz ist kostbar. Daher gilt es, ihn verantwortungsvoll und ressourcenschonend einzusetzen“, mahnt Peter Aicher, Präsident von Timber Construction Europe. Auch wenn Holz durch Umwelteinflüsse oder den Borkenkäfer gezeichnet sei, stelle es dadurch keinen minderwertigen Rohstoff dar, sondern verfüge über nahezu identische Eigenschaften wie herkömmliches Bauholz. Peter Aicher und das Präsidium von Timber Construction Europe betonen, dass das sogenannte ‚Kalamitätsholz‘ konstruktiv die gleiche Qualität hinsichtlich der Tragfähigkeit wie herkömmliches Schnittholz hat und ohne Einschränkungen verbaut werden kann. Zudem behalte das Holz, unabhängig von äußeren Beeinträchtigungen, seine wichtige Funktion als CO2-Senke. Werde das Holz als Baustoff genutzt, bleibt der im Holz gebundene Kohlenstoff dort langfristig gespeichert und trage dadurch entscheidend zur Entlastung der Umwelt bei.

Ziel muss ein ökonomisch wie ökologisch sinnvoller und effizienter Umgang mit der heimischen Ressource sein, um im Sinne des Klimaschutzes nachhaltig zu handeln und sich solidarisch mit der regionalen Forstwirtschaft zu verhalten.

„Für eine gute Umweltbilanz unseres Rohstoffes Holz sollten wir die regionalen heimischen Holzvorräte optimal nutzen“, mahnt der Präsident von Timber Construction Europe. „Es ist nicht im Sinne der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes, wenn wir Holz aus unseren europäischen Märkten nach Übersee verkaufen. Die Transportwege vom Wald über die gesamte Verarbeitungskette bis zum fertigen Produkt sollten möglichst kurz sein, dann vermeiden wir auch die transportbedingten hohen CO2-Emmissionen.“ Hinzu kommt, dass ressourceneffizientes Planen und Bauen auch bedeutet, den Materialaufwand effizient zu halten.

Kalamitätsholz ist hochwertig und uneingeschränkt verwendbar

Ein Borkenkäferbefall ist für die Verwendung des Holzes als Baumaterial in den allermeisten Fällen irrelevant. Der Borkenkäfer legt seine Gänge im Bast, also dem Bereich zwischen Rinde (Borke) und Stamm an, jedoch nicht im tragenden Holzkörper selbst. Hinzu kommt, dass das Schnittholz bei der Weiterverarbeitung technisch getrocknet wird. Spätestens in diesem Prozess werden verbleibende Populationen von Schadinsekten zuverlässig abgetötet, sodass zu Schnittholz verarbeitetes Käferholz garantiert käferfrei ist. In einigen Fällen verfärbt sich das Holz nach einem Borkenkäferbefall etwas bläulich. Es kann dann im nicht sichtbaren Bereich eingesetzt werden.

Umweltfaktoren und die Auswirkungen des Klimawandels haben die massenhafte Ausbreitung des Borkenkäfers im vergangenen Jahr weiter begünstigt. In den meisten Fällen ist die rasche Abholzung der betroffenen Bäume die einzige Alternative, um die weitere Ausbreitung des Schädlings zu stoppen. Die Stämme werden umgehend aus dem Wald entfernt und gelagert. Daraus resultiert in einigen Ländern Europas ein Überangebot an sogenanntem ‚Käferholz‘ und das führt zu Preisverfall. Während das schnittholzproduzierende Gewerbe von der hohen Auslandsnachfrage profitiert, haben heimische Forstbetriebe und WaldbesitzerInnen große Probleme beim Absatz ihres Rundholzes. Sie kämpfen teilweise ums Überleben.

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Acting resource-efficiently - using calamity wood constructively

Timber Construction Europe advocates resource-efficient use of Wood

"The raw material wood is precious. Therefore, it is important to use it responsibly and in a resource-efficient way," warns Peter Aicher, President of Timber Construction Europe. Even if wood is affected by environmental influences or the bark beetle, this does not mean that it is an inferior raw material, but that it has almost identical properties to conventional construction timber. Peter Aicher and the presidium of Timber Construction Europe emphasize that the so-called 'calamity wood' has the same structural quality in terms of load-bearing capacity as conventional sawn timber and can be used without restrictions. In addition, the wood retains its important function as a CO2 sink, regardless of external impairments. If the wood is used as a building material, the carbon bound in the wood remains stored there in the long term and thus makes a decisive contribution to reducing the burden on the environment.

The goal must be an economically and ecologically sensible and efficient use of the domestic resource in order to act sustainably in terms of climate protection and to show solidarity with the regional forestry industry.

"For a good environmental balance of our raw material wood, we should make optimal use of the regional domestic wood resources," warns the president of Timber Construction Europe. "It is not in the spirit of sustainability and climate protection to sell timber from our European markets overseas. The transport routes from the forest through the entire processing chain to the finished product should be as short as possible, then we also avoid the high CO2 emissions caused by transport." In addition, resource-efficient design and construction also means keeping the material input efficient.

Calamity wood is of high quality and can be used without restrictions

A bark beetle infestation is irrelevant to the use of the wood as a building material in the vast majority of cases. The bark beetle lays its tunnels in the bast, i.e. the area between the bark and the trunk, but not in the load-bearing wood body itself. In addition, the sawn timber is technically dried during further processing. In this process, at the latest, remaining populations of insect pests are reliably killed off, so that beetle wood processed into lumber is guaranteed to be beetle-free. In some cases, the wood turns a slightly bluish color after a bark beetle infestation. It can then be used in non-visible areas.

Environmental factors and the effects of climate change have further facilitated the mass spread of the bark beetle over the past year. In most cases, rapid logging of affected trees is the only alternative to stop further spread of the pest. The logs are immediately removed from the forest and stored. This results in an oversupply of so-called 'beetle wood' in some European countries, and this leads to price erosion. While the sawnwood producing industry profits from the high foreign demand, domestic forestry companies and forest owners have great problems selling their logs. In some cases, they are struggling to survive.

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