18. Dezember 2017

Aicher: Schwerpunkt auf den Wohnungsbau legen

Im Rahmen des 23. Internationalen Holzbau-Forums Anfang Dezember 2017 in Garmisch-Partenkirchen informierte der Verband Timber Construction Europe, der europäischer Dachverband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes TCE,  die anwesende Presse über seine aktuellen Aktivitäten und Pläne für 2018.

Im Rahmen des 23. Internationalen Holzbau-Forums Anfang Dezember 2017 in Garmisch-Partenkirchen informierte der Verband Timber Construction Europe, der europäischer Dachverband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes TCE,  die anwesende Presse über seine aktuellen Aktivitäten und Pläne für 2018. Verbandspräsident Peter Aicher legte seinen Schwerpunkt unter anderem auf die Bereiche Wohnungsbau, Klimaschutz und Berufsqualifikation. Er erwähnte die vielen hölzernen Leuchtturmprojekte, wie das Hoho Wien, Moholt 50/50 in Trondheim oder den Oakwood Tower in London. Diese Projekte seine wichtig, aber: „Die Branche benötigt mehr Marktanteile im alltäglichen Baugeschehen, speziell im normalen Geschosswohnbau mit drei bis sechs Geschossen“, so Aicher. Dafür sei der Holzbau bestens geeignet und es sei Aufgabe des Verbands, die politischen Entscheider darüber weiter zu informieren. Zu den aktuell laufenden Klimaschutzmaßnahmen in vielen Kommunen, Ländern oder Regionen merkte er an, dass diese meistens nur in den Themen Verkehr, Mobilität, Heizsysteme und Dämmung wirklich ernst genommen und behandelt würden. „Wir erwarten, dass die Politiker in den europäischen Ländern in Sachen Klimaschutz endlich auch die Chance des Nachhaltigen Bauens erkennen und endlich den Mut haben, dieses mit dementsprechenden Rahmenbedingungen zu unterstützen“, so Aicher. Er lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich aber auch Akteure und Maßnahmen wie die `Zero Carbon Strategie´ in England, die 2.000 Watt-Gesellschaft in der Schweiz, die CO2-Strategie in München und auch die Pläne der deutschen Städte München, Berlin und Heidelberg, den Holzbau zukünftig aktiv zu fördern. Zur beruflichen Qualifikation merkte er an: „Qualifizierte Mitarbeiter, ob in der Fertigung, auf der Baustelle oder im Büro sind der elementare Baustein für erfolgreiche Holzbauunternehmen. Wir erleben derzeit den gesellschaftlichen Wandel zur Digitalisierung. Hier muss der europäische Holzbau Schritt halten und mit dem notwendigen Augenmaß die Entwicklung positiv mitgestalten. Dazu ist es für uns von Timber Costruction Europe ganz wichtig, zunächst einen klaren Überblick über die verschiedenen Aus- und Weiterbildungssysteme zu erlangen, um die richtigen Maßnahmen im Zuge eines transnationalen Wissenstransfers in die Wege zu leiten. Aktuell sind wir dabei, mit Unterstützung des EU-Bildungsprogramms `Erasmus´ ein europäisches Bildungsnetzwerk im Holzbau aufzubauen.“ Erste Ergebnisse dieser Maßnahmen sollen 2018 vorgestellt werden.